Krieg und Frieden (1966) - Wiederaufführungen in ausgewählten Kinos!

Krieg und Frieden

Sieben Jahre Produktionszeit, vier Jahre Dreharbeiten, hunderte Schauspieler, über 12.000 Statisten, tausende Kostüme und 23 Tonnen Schwarzpulver lassen das monumentale Ausmaß der teuersten Filmproduktion der Sowjetunion, die Sergei Bondartschuk 1962-67 als Regisseur, Autor und Hauptdarsteller verantwortete, dennoch nur erahnen. Allein die Schlacht bei Borodino, bei der Bondartschuk seinen ersten von zwei Herzinfarkten während der Dreharbeiten erlitt, verschlang zwei Jahre Drehzeit. Doch der Aufwand war nicht umsonst: KRIEG UND FRIEDEN gewann 1969 nicht nur einen Golden Globe, sondern auch den Oscar für den Besten Fremdsprachigen Film, und gilt bis heute als die detailgetreueste Verfilmung von Tolstois Romanvorlage und das größte Filmepos aller Zeiten.

Tolstoi lebt!

Als Blu-ray und in ausgewählten Kinos.

Inhalt:

1805, Sankt Petersburg: auf einer Soiree der Hofdame Anna Pawlowna trifft sich die Gesellschaft zum Plausch über die politische Lage. Napoleon hält Europa weiter in Atem, während Russland sich rüstet, um an der Seite Englands schließlich in die Schlacht bei Austerlitz zu ziehen. Und so beginnt eines der größten Historienepen der Literatur- und Filmgeschichte, das uns vom Kaiserpalast bis in eine Bauernhütte und von den großen europäischen Schlachtfeldern über eine weihnachtliche Schlittenfahrt bis hinein ins brennende Moskau führt und uns dabei vom russischen Leben und der russischen Seele in all ihren Facetten erzählt.

Die 4 Teile:

Krieg und Frieden 1: Das Jahr 1805 / Andrej Bolkonski

Petersburg 1805: Pierre Besuchow, der uneheliche Sohn eines begüterten Grafen, kehrt vom Studium in Paris zurück. Wegen groben Unfugs wird er aus Petersburg verbannt. Nun in Moskau, fiebert Pierres Freund, der junge Fürst Andrej Bolkonski, dem spürbar näher rückenden Krieg mit Frankreich entgegen. In der Schlacht bei Austerlitz wird der Fürst allerdings schwer verwundet. Obwohl er überlebt, spielt ihm das Schicksal übel mit. Seine Frau stirbt im Wochenbett. Fürst Bolkonski verliert jeglichen Glauben an das Leben. Erst die zufällige Begegnung mit Natascha Rostowa vermag ihm neuen Lebensmut zu geben...

Laufzeit: 147 Min.

Produktionsjahr: 1965


Krieg und Frieden 2: Natascha Rostowa

Die große Liebe bricht über Natascha und Andrej herein. Doch das junge Glück währt nicht lange. Andrej zieht es wieder ins Ausland. Als Natascha einem notorischen Weiberhelden in die Arme läuft, löst der Fürst sämtliche Bindungen. Erst die sich überstürzenden Ereignisse von 1812 führen die beiden Liebenden von einst, nach Wochen und Monaten der Krankheit, des freudlosen Dahinlebens und der Erbitterung, vorerst wieder zusammen...

Laufzeit: 98 Min.

Produktionsjahr: 1966


Krieg und Frieden 3: Borodino 1812

24. Juni 1812: Napoleon überfällt mit einer Invasionsarmee ohne jede Kriegserklärung Russland. Im Angesicht der drohenden Niederlage überträgt Zar Alexander I. dem ungeliebten Feldmarschall Kutusow den Oberbefehl über die gesamte russische Armee. Nach einigen Rückschlägen gelingt es Kutusow schließlich eine Entscheidungsschlacht zu erzwingen. Am 7. September 1812 beginnt in der Nähe des Dorfes Borodino eine furchtbare Schlacht. Auch Pierre Besuchow und Andrej Bolkonski kämpfen mit...

Laufzeit: 81 Min.

Produktionsjahr: 1967


Krieg und Frieden 4: Pierre Besuchow

1812: Napoleons Heere stehen vor Moskau. Kutusow gibt schweren Herzens den Befehl zum kampflosen Rückzug aus der Stadt. Unterdessen nehmen die Rostows, die sich ebenfalls auf der Flucht aus Moskau befinden, einen schwer verwundeten Offizier auf. Natascha erkennt den sterbenden Andrej, der ihr abermals die große Liebe bestätigt. Pierre Besuchow ist im brennenden Moskau geblieben und gerät in französische Gefangenschaft...

Laufzeit: 96 Min.

Produktionsjahr: 1967



Pressestimmen:

"Das größte Kino-Epos aller Zeiten: Die siebenstündige Verfilmung des Romans von Leo Tolstoi durch Regisseur Sergej Bondartschuk brach 1966/67 alle Rekorde. Nun kommt sie digital restauriert wieder ins Kino: Nie sah sowjetischer Größenwahn besser aus." (Oliver Heilwagen, kunst+film)

Ausführliche Besprechung mit vielen Hintergrundinformationen von Filmtoast

"Der zweite Teil des Vierteilers, „Natascha Rostowa“, ist da besonders außergewöhnlich. Der Film taucht die junge Protagonistin, als sie sich in den Taugenichts Kuragin verliebt, in eine Art Trancezustand: Fünf Minuten lang sehen wir eine Abfolge weichgezeichneter, rauchiger, teils mehrfach überlagerter Bilder, wild und elliptisch montiert mit fast subliminalen, von Glöckchenklängen markierten Bildstörungen bei jedem Schnitt. Verliebtheit als Rausch, als Trance – Momente, die KRIEG UND FRIEDEN zu einem aufregenden, immer wieder verblüffenden und überraschenden Film machen, in dem audiovisuelle Attraktionen gerade auch jenseits der großen Ball- und Schlachten-Choreografien zu entdecken sind." (David Leuenberger, Multimania)

"In der Tat gibt es Stunden (nicht Momente, Stunden!) in dem Epos, die von einem Aufwand beseelt sind, der sprachlos macht. Krieg und Frieden bietet dynamisch inszenierte Schlachten, die im Kino ihresgleichen suchen. Und das verständlicherweise ohne CGI-Einsatz." (Moviepilot)

„Gewaltige Schlachtenszenen, funkelnde Ballsäle… Üppig, sinnlich, lebhaft: ein berauschendes Epos. Monumentales Sowjetkino der Spitzenklasse.“ (Cinema)

„Ein Meilenstein! Ein einzigartiges Meisterstück des Filmemachens, das es so nie wieder geben wird.“ (The New York Times)

„Ein überwältigend einzigartiger Film. Das größte Epos aller Zeiten. Etwas Vergleichbares werdet ihr nie wieder sehen.“ (Roger Ebert)

"This is a film that every serious fan of the cinema must experience at least once in their life. You’ve never seen anything like it." (The Digital Bits)

"The most gargantuan production ever." (Trailers from Hell)

„Epos und Literaturverfilmung, wie es im Buche steht. Ein Maßstäbe setzender Vierteiler.“ (Kino-Zeit)

"Die vier Teile von »Krieg und Frieden« umfassen Ereignisse zwischen 1805 und 1812.Im Zeichen der Bedrohung Europas durch den Kaiser Napoleon vollziehen sich folgenträchtige Entwicklungen innerhalb der feudalistischen Gesellschaft. Leibeigene Bauern, noch nicht imstande, sich gegen die russischen Feudalherren zu verbünden, schließen sich zur Abwehr französischer Eroberer in patriotischer Gemeinschaft zusammen. Soldaten, die noch 1805 angesichts der Niederlage bei Austerlitz in panischer Angst flohen, setzen 1812 in der entscheidenden Schlacht bei Borodino unerschrocken ihr Leben ein. An ihrer Seite kämpfen Adlige, aus patriotischer Gesinnung die Lebensuntüchtigkeit ihrer Klasse überwindend." (Auszug und Zitat aus: Progress Filmprogramm 11 / 67)

"Es ist wahrscheinlich die beste Tolstoi- und Leinwandhistorie, die es je gab. Auch die ausführlichste, längste, aufwändigste und teuerste." (Hamburger Abendblatt)

"Was erstaunlich an diesem Film ist: […] Er bleibt gebunden in der Historie, er zeigt Geschichte ohne jegliche Tendenz." (Stuttgarter Zeitung, 04.12.1968)

Trailer:













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