Animals - Ab 23.Juni 2022 im Kino!

Inspiriert durch den Mordfall Ihsane Jarfi, der juristisch gesehen als der erste homophobe Mord in Belgiens Justizgeschichte einging, unterzieht uns Regisseur Nabil Ben Yadir in langen, eindringlichen Sequenzen einem schockierenden filmischem Experiment.



Inhalt:

Brahim ist dreißig, Muslim und schwul. In der Familie ist seine Sexualität immer noch ein Tabuthema, das für Spannungen sorgt – und als selbst die große Geburtstagsfeier seiner Mutter in eine Konfrontation mit den konservativen Traditionen seiner Verwandtschaft mündet, flüchtet sich der junge Belgier ins nächtliche Treiben Gleichgesinnter. Dort wähnt er sich geschützt, doch sein Eingreifen in einen Streit bringt die Begegnung mit einer Gruppe angetrunkener junger Männer und führt zur verhängnisvollsten Entscheidung seines Lebens: Brahim steigt in ihr Auto...

Unterstützt durch dramaturgisch herausragende Einfälle und nicht zuletzt den intensiven schauspielerischen Kraftakt seiner talentierten Hauptdarsteller gelingt Nabil Ben Yadir ein schmerzhafter Film irgendwo zwischen BULLY und FUNNY GAMES. Ein wütendes narratives Experiment aus Belgiens LGBTQ+-Community.

"Buoyed by an impactful narrative arc, Animals questions us over the ravages caused by toxic masculinity, and the difficulty of living in a group when you don’t have many words to express yourself and when you’ve grown up on lands marked by family and social violence. As viewers, we’re also on the receiving end of the full-blown nihilism of a society which is plagued by violence, a brand of violence which is all the more irrepressible for often being portrayed in spectacular fashion. In such a context, it’s difficult to work out which limits are ours, which are the filmmaker’s, and which are the actors’. Mostly non-professional actors who breathe a nigh-on palpable realism into the film, which is reinforced by the real-time effect brought about by sequence shots. Animals is a shock which won’t leave anyone indifferent: it will put some of us off, it will upset others and it will knock viewers sideways to begin with, before returning to audience’s consciences and reviving reflection." (Aurore Engelen, cineeuropa.org)

"This slow and powerful film, beautifully shot, digs into the various forms of homophobia, dragging the viewer in an intense, immersive journey. The incredible camera work explores through long and deep sequence shots the unbearable effects of hate." (Tallinn Black Nights Film Festival)




Regie: Nabil Ben Yadir
Drehbuch: Nabil Ben Yadir, Antoine Cuypers
Cast: Soufiane Chilah, Gianni Guettaf, Serkan Sancak, Lionel Maisin, Camille Freychet, Vincent Overath

Produktionsland: Belgien 2021
Sprachfassungen: deutsch & frz. OmdU
Laufzeit: 91 min.
FSK: keine Jugendfreigabe (beantragt)

Festivals und Auszeichnungen:


Camerimage 2021
Gewinner des FIPRESCI Preises und nominiert für den “Golden Frog”

Pressestimmen:

"Die Kamera lässt Brahim die erste Stunde lang nicht los. Diese Nervosität greift auf den Zuschauer über." (KUTFILM)

"Es ist ein schlichter Film mit einer überraschenden, sehr effizienten und äußerst eindringlichen Erzählweise." (LECHO)

"Homophobie zeigt ihr grausames und bestialisches Gesicht in diesem knallharten belgischen Realitätsdrama, das noch lange in Erinnerung bleiben wird." (DIRTY MOVIES)

"Denken Sie an die Gewalttätigkeit von Larry Clarks BULLY (2001) und die Grundlosigkeit von Michael Hanekes FUNNY GAMES (1997) und Sie sind auf halbem Wege." (DIRTY MOVIES) 

"Ein Schocker, vor dem man besser gewarnt sein sollte, aber auch eine radikale Geste des Kinos, die einen Meilenstein darstellt." (MADAME FAIT SON CINÉMA)

"Seine Annäherung an diese Realität ist hart und kompromisslos, sie provoziert Wut und Schmerz, es ist ein Schlag, der niemanden gleichgültig lässt." (ENPRIMERAFILA)

Filmstills:











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